Die Stadt, in der Jesus gewesen sein soll

Es wird Zeit, dass sich unsere evangelischen Bischöfe zu Wort melden! Denn deutsche Medien beginnen, Zweifel an der geschichtlichen Substanz von Judentum und Christentum auszusäen. Von den palästinensischen Wortführern kennen wir es seit Jahren: Sie leugnen jede historische und religiöse Verbindung der Juden zu Jerusalem.

Westmauer mit „Felsendom“ in Jerusalem

Im vergangenen Jahr folgte bereits die Unesco der Umschreibung der Geschichte. Sie verabschiedete einen Text, der den jüdischen Charakter des Jerusalemer Tempelberges komplett negiert. Darin wird der Ort lediglich als muslimische Stätte mit dem Namen „Al-Aksa Moschee/Al-Haram Al-Scharif und Umgebung“ bezeichnet. Der Platz an der Klagemauer, wo täglich Tausende Juden beten, wird „Al-Burak-Platz“ genannt.

Der Tempelberg ist laut Resolution der UN-Organisation, die sich um Kulturstätten weltweit kümmern soll, „palästinensisches Kulturerbe“, dessen „unverkennbarer Charakter zu bewahren“ sei.

Von der Unesco ist kaum mehr anderes zu erwarten, da nun seit Juli auch Hebron und seine Patriarchengräber, die von Juden, Christen und Muslimen verehrt werden und  in denen nach biblischer Überlieferung unter anderem die Stammväter Abraham und Isaak begraben sind, als „palästinensische Welterbestätten“ gelten.

Manches Gift wirkt schleichend. Aber es wirkt. Jetzt schreibt auch die von vielen als seriöse Quelle angesehene FAZ vom „Fels des heiligen Plateaus“ Haram al Scharif – „nach Mekka und Medina der heiligste Ort für Muslime“ –, „auf dem einige Jahrhunderte zuvor der zerstörte und wiedererrichtete und wieder zerstörte Tempel gestanden haben soll“.

Wenn der jüdische Tempel nicht innerhalb jenes Areals stand, der von Herodes dem Großen mit der noch sichtbaren Westmauer („Klagemauer“) umfasst worden war, dann stand er auf dem Planeten Erde nirgendwo.

Wenn es den jüdischen Tempel nicht gab, dann ist auch Jesus nicht dort gewesen, obgleich alle vier Evangelien des Neuen Testamentes dies berichten. Und dann ist er natürlich auch nicht gekreuzigt worden –  so wie er nach islamischer Überzeugung nicht am Kreuz gestorben ist. Im Koran (Sure 4,157) heißt es: „…während sie ihn doch weder erschlugen noch den Kreuzestod erleiden ließen. Sie haben keine Kenntnis davon, sondern folgen bloß einer Vermutung.“ (Sure 4,157) Es „schien ihnen nur so“, sagt der Koran, eine Kreuzigung zu sein, doch in Wirklichkeit sei niemand gekreuzigt worden, stattdessen habe Gott Jesus zu sich geholt.

Das mag ein religiöser Muslim so glauben und denken. In einem säkularen Deutschland sollte freilich niemand in Politik, Kultur und Öffentlichkeit der palästinensisch-islamischen Umschreibung und Negierung von Geschichte folgen.

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