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Abschied von Wolfgang Nossen

MP Bodo Ramelow äußerte sich nach Bekanntwerden des Todes von Wolfgang Nossen auf Twitter.

Auf dem jüdischen Friedhof in Erfurt ist am Mittwoch, dem 20. Februar 2019, der langjährige Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde, Wolfgang Nossen, beerdigt worden. Er war am vorangegangenen Schabbat 88-jährig verstorben. Rund 200 Menschen nahmen an der Trauerfeier teil. Neben seiner Familie und Mitgliedern der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen waren darunter auch Vertreter der Landesregierung, der Kommune, die Bischöfe in Thüringen sowie viele Freundinnen und Freunde aus Vereinen und Organisationen.

Gemeinsam mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Erfurt und dem Förderverein für jüdisch-israelische Kultur in Thüringen e.V. gab die Arbeitsgemeinschaft Kirche und Judentum in Thüringen ihrer Trauer in einer Anzeige in den Thüringer Tageszeitungen Ausdruck.

Traueranzeige am Samstag, 26. Februar 2019

Blanka Weber schrieb dem „Mahner und Ermunterer“ Wolfgang Nossen nicht nur einen einfühlsamen Nachruf in der Wochenzeitung „Jüdische Allgemeine“, sondern nahm das traurige Ereignis auch zum Anlass, im Deutschlandfunk Kultur über den Stand jüdischen Lebens in Thüringen zu reflektieren: „Dem Antisemitismus die Stirn bieten“.

Das Leben Wolfgang Nossens kann man mit privaten Fotos aus Breslau, Erfurt und Israel noch einmal in einer Galerie des Mitteldeutschen Rundfunks vorüberziehen lassen.

Wolfgang Nossen und Elisabeth Erdmann

Wolfgang M. Nossen ז“ל

Wir trauern um Wolfgang M. Nossen

Viele Angriffe hat er abgewehrt, zahlreiche Kämpfe hat er bestanden. Nun hat er den Kampf gegen die Krankheit verloren. Wolfgang M. Nossen ist eine Woche nach seinem 88. Geburtstag am 16. Februar 2019 verstorben.

Über Jahrzehnte gehörte Wolfgang Nossen dem Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Kirche und Judentum in Thüringen an, war zuletzt ihr Ehrenvorsitzender.

Seine Beharrlichkeit, seine über viele schlimme Erfahrungen hindurch unbeugsam gewordene Widerstandskraft haben viele von uns ermutigt. Allen war er ein Vorbild. Wir haben mit ihm viel verloren. Wir trauern um Wolfgang M. Nossen.

Wer sich erinnern und Wolfgang Nossens Leben vorbeiziehen lassen möchte, dem seien seine Zeitzeugenberichte im „Gedächtnis der Nation“ empfohlen, dreizehn Videos im Zeitzeugenportal.


Einladung: Internationaler Holocaust-Gedenktag

Die Jüdische Landesgemeinde Thüringen lädt herzlich ein zur Gedenkveranstaltung anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages:

Kultur- und Bildungszentrum der Jüdischen Landesgemeinde
Juri-Gagarin-Ring 21, 99084 Erfurt,
am Sonntag, den 27. Januar 2019, 16.30 Uhr

Die Vereinten Nationen führten den Tag 2005 ein, um den Opfern des Holocaust sowie dem 60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 zu gedenken. In Deutschland wird der 27. Januar seit 1996 als gesetzlich verankerter Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus begangen.

Programmablauf:

  • Gebet des Landesrabbiners Alexander Nachama
  • Musikalischer Beitrag des Misrach-Quartetts unter Leitung von Lutz Balzer
  • Begrüßung durch den Vorsitzenden der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen, Prof. Dr. Reinhard Schramm
  • Schülerprogramm der Friedrich-Schiller-Gemeinschaftsschule unter Leitung von Beate Wichmann
  • Holocaust: Erinnerung heute – Gedenkrede von Staatssekretär Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Länder
  • Musikalischer Beitrag des Misrach-Quartetts

In Europa, auch in Deutschland, ist die Mahnung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus gegenwärtig sehr bedeutsam.

Uwe von Seltmann stellt vor: Biografie Mordechai Gebirtig

Es brennt! Brüder, ach, es brennt!
Oh, unser armes Städtchen, wehe, brennt!
Feuerstürme jagen, gieren,
reißen, brechen und entfachen,
stärker noch die wilden Flammen,
schon alles ringsum brennt!

Und ihr steht und guckt und gafft nur
mit verschränkten Händ‘,
und ihr steht und guckt und gafft nur –
unser Städtchen brennt…

Heute, am 10. November vor 80 Jahren, rauchte es noch vom Feuer in den Thüringer Synagogen. Mordechai Gebirtig, der Tischler aus Krakau schrieb seinen Text „S’brent, undzer shtetl brent“ im selben Jahr 1938 nach dem Pogrom in der polnischen Kleinstadt Przytyk. Damit nahm er geradezu apokalyptisch die Vernichtung der Juden vorweg. Er selbst (*1877) wurde am 4. Juni 1942 von den Deutschen im Krakauer Ghetto erschossen.

Wenn die Geschichte anders verlaufen wäre und nicht Millionen Juden mitsamt ihrer Kultur vernichtet worden wären, so der italienische Künstler Rudi Assuntino, wäre der jiddische Dichter und Sänger Mordechai Gebirtig so populär wie die Gershwin-Brüder. Aber rund 170 seiner Gedichte und Lieder haben die Shoa überlebt. Heute wie damals sind sie ein bedeutendes Zeugnis jüdisch-europäischer Kultur und werden weltweit von namhaften Künstlern gesungen und interpretiert.  „S’brent“  war während der NS-Zeit die inoffizielle Hymne jüdischer Widerstandskämpfer, in Israel stimmt man es heute an jedem Holocaust-Gedenktag an.

Uwe von Seltmann: Es brennt. Mordechai Gebirtig, Vater des jiddischen Liedes, Homunculus Verlag 2018

„Es brennt“ lautet auch die erste deutschsprachige Biografie Mordechai Gebirtigs. Sie erscheint in diesen Tagen. Geschrieben hat sie Uwe von Seltmann. Das Buch ist eine Pionierarbeit sowie ein Buch gegen das Vergessen.

Viele Lieder Gebirtigs werden hierfür das erste Mal ins Deutsche übertragen. Aus Archiven in Europa, Israel und den USA hat der Autor zahlreiche neue Entdeckungen zu Leben und Werk des Krakauer Poeten zusammengetragen.

Uwe von Seltmann stellt sein Werk über den „Vater des jiddischen Liedes“ am Mittwoch, dem 14. November 2018, um 19 Uhr, in Weimar in der Eckermann Buchhandlung, Marktstraße 2, vor.

Uwe von Seltmann, geboren 1964 in Müsen, lebt seit 2007 als freier Publizist, Dokumentarfilmer und Rechercheur vor allem in Krakau. Er hat neun Bücher verfasst oder herausgegeben die sich vor allem mit den familiären, gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen der NS-Zeit auf die Gegenwart befassen.

Uwe von Seltmann

Uwe von Seltmann (Foto: Yura Drug)

Seine Lesung am 14. November in Weimar ist eine Kooperation der Eckermann Buchhandlung mit der Arbeitsgemeinschaft Kirche und Judentum in Thüringen im Rahmen der 26. Thüringer Tage der jüdisch-israelischen Kultur.

Bilder und Pressematerial hier.

„S’brent“ wurde von zahlreichen Künstlern interpretiert, so auch von Wolf Biermann. Hier die Fassung der norwegisch-jüdischen Sängerin Bente Kahan vom Album „Farewell Cracow“.

Den Antisemitismus ausgerottet – eine Lebenslüge der DDR

Bild: Jassir Arafat auf Freundschaftsbesuch bei Erich Honecker

Jassir Arafat auf Freundschaftsbesuch bei Erich Honecker, 1982, Foto: Bundesarchiv, 183-1982-0310-027, CC-BY-SA 3.0

Die ›Mär vom Antisemitismus in der DDR‹ überschrieb ein Historiker vor zehn Jahren seine Untersuchung. Tatsächlich war bei der Frage nach Antisemitismus in ihrer Republik die Mehrzahl der DDR-Bürger überzeugt: »Das hat’s bei uns nicht gegeben !« (so lautete der Titel einer heftig umstrittenen Ausstellung der Amadeu Antonio Stiftung, die 2007 erstmals diesen Mythos beleuchtete).

Im Rahmen einer Veranstaltung der 26. Thüringer Tage der jüdisch-israelischen Kultur zeigt Pfarrer i.R. Ricklef Münnich in seinem Vortrag „Den Antisemitismus 
mit Stumpf und Stiel ausgerottet
. Eine Lebenslüge der DDR“ am Montag, dem 12. November 2018, 19 Uhr, in der Erfurter Begegnungsstätte Kleine Synagoge, dass jüdische Lebensäußerungen in der DDR bis Mitte der 80er-Jahre behindert wurden. Außenpolitisch galt hingegen gegenüber dem Staat Israel ein strikter Antizionismus, der den jüdischen Staat als Handlanger des US-Imperialismus diffamierte, ja sogar dessen Vernichtung förderte.

SED-Politik und jüdische Gemeinden in den 1980er Jahren

Foto Kleine Auguststraße Nr. 10

Kleine Auguststraße Nr. 10 in Berlin-Mitte, 1979. Auf der Brandmauer ist der Abdruck der Synagoge zu erkennen, die bis zur Pogromnacht 1938 hier stand. Erst am 05. März 2006 wurde mit einer Gedenktafel an das Leben der Vereine Magen David und Ahawas Scholaum erinnert. Foto: Nicola Galliner

Am Dienstag, den 13. November lädt das Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“ die Historikerin und Rabbinerin Dr. Ulrike Offenberg nach Jena ein. Um 19 Uhr hält die gebürtige Ostberlinerin, die seit ihrer Ordination 2016 einer jüdischen Gemeinde in Hameln vorsteht, einen Vortrag im Stadtmuseum, Markt 7. Das Thema:

Politikwechsel oder Etikettenschwindel?
Die SED-Politik der achtziger Jahre in Bezug auf Erinnerungskultur und jüdische Gemeinden.
 

Der Eintritt ist frei.
Termin: Dienstag, 13. November 2018, 19.00 Uhr
Ort: Stadtmuseum Jena, Markt 7

Gedenken der Novemberpogrome vor 80 Jahren

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die Erfurter Synagoge am Kartäuserring 14 angezündet, der Brand aber nicht gelöscht.

Schaulustige vor der Synagoge Erfurt nach dem 9. November 1938

Schaulustige vor der Synagoge Erfurt nach dem 9. November 1938. Original: Stadtarchiv Erfurt

Nach vorhandenen namentlichen Listen 193 wurden Erfurter jüdische Bürger festgenommen, von denen 189 anschließend ins Konzentrationslager Buchenwald verbracht wurden.

Deckblatt der Gestapo-Listen

Deckblatt der Gestapo-Listen. Kopie: Stadtarchiv Erfurt

Aus Anlass des 80. Jahrestages der Novemberpogrome von 1938 findet am Freitag, dem 9. November 2018, um 10.00 Uhr, auf dem Jüdischen Friedhof Erfurt (Werner-Seelenbinder-Str. 3) eine Gedenkstunde statt. Dazu lädt die Jüdische Landesgemeinde Thüringen ein: „Die Mahnung an die Opfer des Novemberpogroms verbinden wir mit einem Appell für Mitmenschlichkeit und Toleranz.“

Bereits am Mittwoch, 7. November 2018, 19 Uhr, öffnet die Jüdische Landesgemeinde Thüringen ihr Kultur- und Bildungszentrum am Juri-Gagarin-Ring 21 für eine gemeinsame Gedenkveranstaltung mit der Arbeitsgemeinschaft Kirche und Judentum in Thüringen. Deren Sprecher, Pfarrer i.R. Ricklef Münnich, geht von gegenwärtigen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen aus und fragt, welche Bedeutung die verheerenden Pogrome vor 80 Jahren heute bekommen. Ausgangspunkt ist eine Feststellung, die der Philosoph Karl Jaspers 1949 getroffen hat: „Was die Geschichte überliefert, wird uns lebendig aus unserem eigenen Zeitalter“. Musikalisch wird das Gedenken begleitet von der Gruppe Misrach unter Leitung von Lutz Balzer. 

Die Veranstaltung, deren Eintritt frei ist, ist Teil der „Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus“ der Amadeu Antonio Stiftung, der größten Kampagne gegen Antisemitismus in Deutschland.

Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus“ der Amadeu Antonio Stiftung

Blickpunkt Jerusalem: „Hinauf nach Jerusalem. Die heilige Stadt im Neuen Testament“

Blickpunkt Jerusalem

Jerusalem ist wieder Thema. Nein, Jerusalem ist immer Thema!

Deshalb laden die Jüdische Landesgemeinde Thüringen und die Arbeitsgemeinschaft Kirche und Judentum zu einer Veranstaltungsreihe ein, die auch ein vertiefendes Gespräch ermöglichen sollen. Sie findet statt im Kultur- und Bildungszentrum der jüdischen Gemeinde, Juri-Gagarin-Ring 21 – gegenüber vom Hirschgarten gelegen.

Für den vierten und letzten Abend der Reihe am Mittwoch, dem 17. Oktober 2018, um 19 Uhr, kommt noch einmal die Bibel in den Blick:

„Hinauf nach Jerusalem.
Die heilige Stadt im Neuen Testament“

Pfarrer i.R. Ricklef Münnich: Die Bedeutung Jerusalems in der Bibel ist kaum zu überschätzen. In der jüdischen Bibel, unserem Alte Testament wird die Stadt 660mal erwähnt. Aber im Neuen Testament ist es nicht anders. Nur ein einziges Mal erzählen die Evangelien davon, dass Jesus weinte – im Angesicht Jerusalems. Beim Apostel Paulus erweist sich an der Jerusalemer Gemeinde die Wahrheit seines Evangeliums für die Völker. Und die christliche Bibel endet mit einem Blick auf ein neues Jerusalem, in dem Gott selbst seinen Thron zur Friedensherrschaft errichtet.

Abschied von Pfarrer i.R. Karl Metzner

Am 26. August 2018 ist Pfarrer i.R. Karl Metzner im 91. Lebensjahr verstorben. Der Trauergottesdienst fand am 1. September 2018 in der Erfurter Andreaskirche statt.

Karl Metzner war über viele Jahre (nicht nur) in unserer Arbeitsgemeinschaft aktiv und lebte seine Verbundenheit mit der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen. Deren Vorsitzender, Prof. Dr.-Ing. habil. Reinhard Schramm schrieb zum Tode von Pfarrer Metzner:

Karl MetznerUnser Freund Pfarrer i.R. Karl Metzner ist am 26. August von uns gegangen!

„Die Jüdische Landesgemeinde Thüringen trauert mit den Angehörigen von Karl Metzner und unseren christlichen Freunden. Auch wir haben einen guten und verlässlichen Freund verloren. Karl Metzner hat als junger Christ mutig und opferreich Widerstand gegen den Nationalsozialismus geleistet, hat später seinen Glauben in der DDR Diskriminierung zum Trotz offensiv zur Wirkung verholfen und nach der Wende sich bis in seine letzten Tage für Mitmenschlichkeit und Toleranz, gegen Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus eingesetzt. Wir verneigen uns in tiefer Dankbarkeit vor unserem teuren Freund. Gerade in der heutigen Zeit der Rückkehr zum Nationalismus in Europa wird uns Karl Metzner besonders fehlen. Möge sein Vorbild die Mitte unserer Gesellschaft wachrütteln.“

Peter Franz, ehemals Pfarrer im „Evangelischen Gemeindezentrum Thomas
Müntzer“ von Kapellendorf, Vorsitzender der Basisgruppe Weimar-Apolda in
der VVN-BdA, schreibt:

Karl Metzner 2„Karl Metzner war uns in der Christlichen Friedenskonferenz (CFK) ein
guter und engagierter Freund. Seine Überzeugung, dass Völkerfreundschaft
und Völkerfrieden Werte sind, die aus Jesu Bergpredigt abzuleiten sind,
hat ihn an unsere Seite geführt. Am Kreuzweg für den Frieden, den die
CFK Thüringen mehrfach in der Natonalen Mahn- und Gedenkstätte
Buchenwald durchführte, war Karl immer mit dem Herzen dabei – ebenso bei
zahlreichen Wochenenden der Information und des Gesprächs um Frieden und
Völkerverständigung, die im „Evangelischen Gemeindezentrum Thomas
Müntzer“ von Kapellendorf in den 1980er Jahren stattfanden.

Genauso engagiert kennen wir Karl als Mitglied und Vorstandsmitglied in
der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten
(VVN-BdA) Thüringen. An einigen Exkursionen des Thüringer Verbandes zu
Gedenkstätten für Verfolgung und Widerstand gegen das Naziregime war er
aktiv und immer gesprächsbereit beteiligt.

Auch nach seinem Heimgang erfüllt uns mit Dankbarkeit, dass wir diesen
mitmenschlichen und gesprächsbereiten Antifaschisten in unserer
Gemeinschaft haben durften.“

Blickpunkt Jerusalem: „Warum haben wir (fast) alle Aktien in Jerusalem?“

Blickpunkt Jerusalem


Jerusalem ist wieder Thema. Nein, Jerusalem ist immer Thema!

Deshalb laden die Jüdische Landesgemeinde Thüringen und die Arbeitsgemeinschaft Kirche und Judentum zu einer Reihe von Veranstaltungen ein, die auch ein vertiefendes Gespräch ermöglichen sollen. Sie finden statt im Kultur- und Bildungszentrum der jüdischen Gemeinde, Juri-Gagarin-Ring 21 – das ist am Hirschgarten gelegen.

Für den dritten Abend der Reihe am Mittwoch, dem 29. August 2018, um 19 Uhr, kommt eigens Besuch aus Jerusalem!

Georg Rössler lebt seit 1988 mit seiner Familie in Jerusalem. Er ist Gründer und ehrenamtlicher Ko-Direktor von „SOS-Gewalt/Zentrum für Friedenspädagogik in Israel“. Außerdem ist er Reiseveranstalter und Ko-Direktor von „SK-Tours in Nature“ sowie Begründer der Projekte „Fair Travel in Israel & Palästina“ und „Jerusalem-Weg“. Also kann man sagen: Jerusalem kennt er „wie seine Westentasche“.

Aber Georg Rössler selbst drückt es mit einem anderen Bild aus, das er auf uns alle bezieht; er fragt:
„Warum haben wir (fast) alle Aktien in Jerusalem?“
Warum haben wir (fast) alle Aktien in Jerusalem?

Georg Rössler geht den Fragen nach:

  • Warum gibt es in Israel/Palästina mehr Journalisten pro Quadratmeter als sonstwo auf der Welt?
  • Warum schaut die Welt gebannt wie das Kaninchen auf die Schlange auf die Stadt Jerusalem?
  • Warum führt die Ausführung des Beschlusses, die Botschaft der USA nach Jerusalem zu verlegen, zu internationalem Aufruhr?
  • Wie konnte es dazu kommen, dass sich eine kleine kanaanäische Siedlung zur bekanntesten Stadt der Welt entwickelt hat – bis hin zu einem himmlischen Jerusalem?
  • Warum haben wir (fast) alle ‚Aktien‘ an Jerusalem?

Mit einem Streifzug durch Bibel- und Zeitgeschichte wird Georg Rössler versuchen, diese Fragen für uns zu erhellen…

„Warum haben wir (fast) alle Aktien in Jerusalem?“

Mittwoch, 29. August 2018, 19 Uhr
Kultur- und Bildungszentrum
der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen
Juri-Gagarin-Ring 21, 99084 Erfurt
(Eintritt frei)

Ein Einladungsplakat können Sie hier zum Download erhalten.

Einen weiteren Veranstaltungstermin in der Reihe Blickpunkt Jerusalem gibt es noch:

  • 17. Oktober 2018: Ricklef Münnich (Erfurt), „Hinauf nach Jerusalem. Die heilige Stadt im Neuen Testament“