Blickpunkt Jerusalem

Jerusalem ist wieder Thema.
Nein, Jerusalem ist immer Thema!

Deshalb laden die Jüdische Landesgemeinde Thüringen und die Arbeitsgemeinschaft Kirche und Judentum zu einer neuen Veranstaltungsreihe „Blickpunkt Jerusalem“ ein. Mit ihr können Fragen oder Erscheinungen der Gegenwart wie die Debatte um Jerusalem als Hauptstadt Israels oder die rasant anwachsende Besucherzahl an der Umfassungsmauer des früheren Tempels („Klagemauer“) in größere Zusammenhänge eingeordnet werden.

Prof. Dr. Günter Stemberger macht am 21. Februar 2018, den Anfang, wenn er nach den „Jerusalemer Wurzeln“ der rabbinischen Lehrer Israels fragt, auf die sich heutiges religiöses Judentum zurückführt. Das rabbinische Judentum nach dem Jahre 70 u.Z. musste sich mit der Tatsache auseinandersetzen, dass eine „Leerstelle“ Anlass seiner Entstehung war. Den Tempel hatten die Römer niedergebrannt und Jerusalem war zerstört. Stemberger geht der Frage nach, wie eine solche Vergangenheit trotzdem produktiv in die eigene Identität eingebaut werden konnte.

Alle Vortrags- und Gesprächsveranstaltungen beginnen mittwochs um 19 Uhr im Kultur- und Bildungszentrum der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen, Juri-Gagarin-Ring 21, 99084 Erfurt.

Universität Tel Aviv stellt Porf. Günter Stemberger vor.

Universität Tel Aviv stellt Prof. Günter Stemberger vor.

Dr. Günter Stemberger ist emeritierter Professor am Institut für Judaistik der Universität Wien, neben vielen anderen Auszeichnungen seit 2017 auch Ehrendoktor der Universität Tel Aviv und derzeit „Judaist in Residence“ in Erfurt. Ein kurzes Video (englisch, 1 Minute) stellt ihn vor. Ein Plakat bzw. Aushang für seinen Jerusalem-Vortrag gibt es hier.

Weitere Themen und Termine der Reihe:

  • 25. April 2018: Jerusalem im jüdischen Gebet (Vortrag und Kantorgesang)
  • 20. Juni 2018: Jerusalem im Evangelischen Gesangbuch (Vortrag und Musik)
  • 29. August 2018: Jerusalem geliebt und umstritten, einst und heute
  • 17. Oktober 2018: Hinauf nach Jerusalem. Die heilige Stadt im Neuen Testament

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