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„Modernes Israel“ | Jüdisch-Israelische Kulturtage stellen Programm vor

Thüringer Tage der jüdisch-israelischen Kultur
vom 30. Oktober bis 16. November 2019

Das moderne Israel steht im Fokus der 27. Thüringer Tage der jüdisch-israelischen Kultur. Eine große Zahl israelischer Musiker, Künstler und Vortragsredner werden zu Gast in Thüringen sein um mit ihren Konzerten, Performances, Vorträgen und Ausstellungen ein reiches Bild vom Leben in Israel zu zeichnen. „Die Leistungen der israelischen Gesellschaft sowie der Reichtum und die Multikulturalität der Kultur in Israel sind ungemein faszinierend. Es gibt sehr viel zu entdecken. Wir möchten das oft recht einseitige Bild, das in Deutschland vom jüdischen Staat besteht erweitern“, so der künstlerische Leiter der Kulturtage, Michael Dissmeier.

Neben dem Themenschwerpunkt werden die Kulturtage sich dem Erinnern und Gedenken der Schoa widmen und vom jüdischen Leben in Deutschland erzählen – in Vergangenheit und Gegenwart.

Die Festivalbesucher erwartet in 24 Städten und Orten Thüringens ein 100 Veranstaltungen umfassendes Programm mit Konzerten, Ausstellungen, Filmen, Lesungen, Vorträgen und vielem mehr.

Die jüdisch-israelischen Kulturtage in Thüringen stehen unter der Schirmherrschaft des Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow. Er wird sie mit dem Konzert von Noam Vazana, „18 Aliyot“, am 30. Oktober, um 19 Uhr, in der Rathaushalle von Mühlhausen eröffnen.

Hinter dem Titel „18 Aliyot“ verbirgt sich eine musikalische Reise durch die Geschichte der Einwanderungswellen („Aliyot“) nach Israel. Vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute unternah- men die unterschiedlichsten jüdischen Volksgruppen ihre Aliyah, teils freiwillig, teils gezwungenermaßen. Alle zusammen prägen heute das Leben im bunten, multikulturellen Staat Israel. Jeder der historischen Einwanderungswellen hat Noam Vazana ein Lied gewidmet.

Der Kartenvorverkauf für diese und die weiteren Veranstaltungen der Kulturtage hat bereits begonnen:
Ticket-Shop Thüringen
Tickethotline 0361/2275227.

Das Programm der 27. Thüringer Tage der jüdisch-israelischen Kultur ist abrufbar unter: juedische-kulturtage-thueringen.de.

Zelt der Begegnung

Im Gespräch mit Mose, Elia und Jesus

zu den Jüdisch-Christlichen Begegnungstagen Eisenach,
20. und 21. September 2019, 11 bis 17 Uhr

„Beseitigung“ des Gesprächs mit dem jüdischen Volk und des Lernens vom Judentum waren Ziele des kirchlichen „Entjudungsinstituts“ 1939 bis 1945. Dabei war doch Jesus selber in intensiver Auseinandersetzung mit der Tora! Die Evangelien berichten, er sei auf einem hohen Berg im Gespräch mit Mose, dem Geber der Tora, und mit Elia, dem prophetischen Künder, gewesen – so ausführlich, dass seine wartenden Schüler währenddessen einschliefen… 

Die Zeit des Schlafes im jüdisch-christlichen Verhältnis sollte nun drüber sein! Es wird Zeit für den Vorschlag von Petrus: „Hier ist für uns gut sein; wir wollen Zelte der Begegnung bauen!“

Warum ein Zelt? „…dass eure Nachkommen wissen, wie ich die Israeliten habe in Zelten wohnen lassen, als ich sie aus Ägyptenland führte,“ sagt Gott. Keine feste Wohnung im Gespräch zu haben bedeutet, keine eingemauerten Wahrheiten zu besitzen, sondern miteinander unterwegs zu sein. 

Am Ende der Bibel wird versprochen: „Siehe da, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein.“ Dorthin sind wir unterwegs. Im Zelt der Begegnung wollen wir von Mose, Elia und Jesus lernen. Damit die „Vergegnung“ früherer Zeiten ein Ende hat…

Im „Zelt der Begegnung“ soll der von Mose (Tora), Elia (Propheten) und Jesus (Evangelium) gemäß der biblischen Berichte (»Verklärung Jesu«) geführte Dialog erneuert werden – freilich mit den jahrhundertelangen Erfahrungen christlich-jüdischer Entfremdung sowie unter den Bedingungen der Gegenwart in einer der säkularisiertesten Gegenden Europas. 

Zu den Jüdisch-Christlichen Begegnungstagen Eisenach am 20. und 21. September 2019, jeweils zwischen 11 und 17 Uhr, im Zelt auf dem Lutherplatz mit dabei sind Rabbiner Andrew Aryeh Steiman (Frankfurt/Main) und Rabbiner Dr. Walter Rothschild (Berlin). Auf christlicher Seite wirken mit Prof. Dr. Peter von der Osten-Sacken (Berlin) und Pfarrer i.R. Ricklef Münnich (Erfurt).

Verwoben. Jiddische Sprache und Jüdische Lebenswelten

Vortrag von Dr. Diana Matut

Im digitalen Zeitalter hat eine neue Auseinandersetzung um Wort und Wahrheit begonnen. Die Arbeitsgemeinschaft Kirche und Judentum in Thüringen lädt daher in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen und der Evangelischen Erwachsenenbildung Thüringen in diesem Jahr zu einer dreiteiligen Reihe ein, die auf die Bedeutung der Schrift & Sprache im jüdischen Leben hinweisen will.

Die Veranstaltungen finden statt im Kultur- und Bildungszentrum der jüdischen Gemeinde, Juri-Gagarin-Ring 21 – dem Erfurter Hirschgarten gegenüber gelegen.

Dr. Diana Matut
(Foto: Antje Seeger)

Am zweiten Abend, am Mittwoch, dem 3. Juli 2019, um 19 Uhr, spricht Dr. Diana Matut, Lehrkraft am Seminar für Judaistik/Jüdische Studien an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, über die Lebens- und Gestaltungskraft der jiddischen Sprache und ihre Beduetung für das Leben und Überleben der jüdischen Gemeinschaft.

Geschichte, Kultur und Identität osteuropäischer Jüdinnen und Juden waren und sind mit der jiddischen Sprache aufs Engste verbunden. Dabei begann die Entwicklung des Jiddischen vor über tausend Jahren im Westen Europas und war verwoben mit der Genese der jüdischen Gemeinschaften. Jiddisch und Jiddischkejt (jüdische Lebensweise, das Jüdisch-Sein) waren ohne einander nicht denkbar.

Dieser Vortrag will nicht nur zur Geschichte des Jiddischen Auskunft geben, sondern dessen umfassende kulturelle Bedeutung in verschiedenen jüdischen Lebenswelten durch die Jahrhunderte bis in unsere Zeit darstellen.

Download des Plakates hier…

Der nächste Termin der Reihe „Schrift & Sprache“:

  • Mittwoch, 21. August 2019, 19 Uhr: Pfarrer i.R. Ricklef MünnichAlefBet – Das Fundament der Welt. Vom Sinn der hebräischen Buchstaben

Die Bibelübersetzung von Moses Mendelssohn


Vortrag von Landesrabbiner Alexander Nachama

Im digitalen Zeitalter hat eine neue Auseinandersetzung um Wort und Wahrheit begonnen. Die Arbeitsgemeinschaft Kirche und Judentum in Thüringen lädt daher in Zusammenarbeit mit der Jüdische Landesgemeinde Thüringen in diesem Jahr zu einer dreiteiligen Reihe ein, die auf die Bedeutung der Schrift & Sprache im jüdischen Leben hinweisen will.

Die Veranstaltungen finden statt im Kultur- und Bildungszentrum der jüdischen Gemeinde, Juri-Gagarin-Ring 21 – dem Erfurter Hirschgarten gegenüber gelegen.

Landesrabbiner Alexander Nachama

Am ersten Abend, am Mittwoch, dem 19. Juni 2019, um 19 Uhr, nimmt Landesrabbiner Alexander Nachama die Übersetzung der Bibel durch Moses Mendelssohn in den Blick.

In der Festschrift für Niels Hansen (ehemals deutscher Botschafter in Israel) „Recht und Wahrheit bringen Frieden“ (1994) notiert Josef Burg: „In seinem Vorwort zur ersten Auflage am Neumondstag des Monats Nissan 1783 schreibt Mendelssohn: ‚Und es war, als Gott mir Söhne gab und die Zeit herankam, sie Thora zu lehren und das geschriebene Wort des lebendigen Gottes – da begann ich die fünf Bücher der Thora in ein gepflegtes und korrektes Deutsch zu übersetzen, entsprechend dem heutigen Sprachgebrauch.‘ Im letzten Abschnitt dieses Vorworts betont Mendelssohn den Wert des hebräischen Sprachunterrichts im jugendlichen Alter. Es gebe nichts Besseres als die Knaben täglich in der Schule in den Grundlagen des Hebräischen zu unterrichten , ‚wie es beherzte Menschen in manchen der heiligen Gemeinden Israels eingeführt und gegründet haben.‘ 1784!

Das war Mendelssohns Absicht und Plan zur Fundierung jüdischen Wissens und zur Fortsetzung jüdischer Existenz. Der Gang der Geschichte Europas, Deutschlands, der Juden war ein anderer, bitter und grausam – für die Individuen und für das Kollektiv.“

Download des Plakates hier…

Die weiteren Themen und Termine der Reihe „Schrift & Sprache“:

  • Mittwoch, 3. Juli 2019, 19 Uhr: Dr. Diana Matut (Halle/Saale), Verwoben. Jiddische Sprache und Jüdische Lebenswelten
  • Mittwoch, 21. August 2019, 19 Uhr: Pfarrer i.R. Ricklef MünnichAlefBet – Das Fundament der Welt. Vom Sinn der hebräischen Buchstaben

Uwe von Seltmann stellt vor: Biografie Mordechai Gebirtig

Es brennt! Brüder, ach, es brennt!
Oh, unser armes Städtchen, wehe, brennt!
Feuerstürme jagen, gieren,
reißen, brechen und entfachen,
stärker noch die wilden Flammen,
schon alles ringsum brennt!

Und ihr steht und guckt und gafft nur
mit verschränkten Händ‘,
und ihr steht und guckt und gafft nur –
unser Städtchen brennt…

Heute, am 10. November vor 80 Jahren, rauchte es noch vom Feuer in den Thüringer Synagogen. Mordechai Gebirtig, der Tischler aus Krakau schrieb seinen Text „S’brent, undzer shtetl brent“ im selben Jahr 1938 nach dem Pogrom in der polnischen Kleinstadt Przytyk. Damit nahm er geradezu apokalyptisch die Vernichtung der Juden vorweg. Er selbst (*1877) wurde am 4. Juni 1942 von den Deutschen im Krakauer Ghetto erschossen.

Wenn die Geschichte anders verlaufen wäre und nicht Millionen Juden mitsamt ihrer Kultur vernichtet worden wären, so der italienische Künstler Rudi Assuntino, wäre der jiddische Dichter und Sänger Mordechai Gebirtig so populär wie die Gershwin-Brüder. Aber rund 170 seiner Gedichte und Lieder haben die Shoa überlebt. Heute wie damals sind sie ein bedeutendes Zeugnis jüdisch-europäischer Kultur und werden weltweit von namhaften Künstlern gesungen und interpretiert.  „S’brent“  war während der NS-Zeit die inoffizielle Hymne jüdischer Widerstandskämpfer, in Israel stimmt man es heute an jedem Holocaust-Gedenktag an.

Uwe von Seltmann: Es brennt. Mordechai Gebirtig, Vater des jiddischen Liedes, Homunculus Verlag 2018

„Es brennt“ lautet auch die erste deutschsprachige Biografie Mordechai Gebirtigs. Sie erscheint in diesen Tagen. Geschrieben hat sie Uwe von Seltmann. Das Buch ist eine Pionierarbeit sowie ein Buch gegen das Vergessen.

Viele Lieder Gebirtigs werden hierfür das erste Mal ins Deutsche übertragen. Aus Archiven in Europa, Israel und den USA hat der Autor zahlreiche neue Entdeckungen zu Leben und Werk des Krakauer Poeten zusammengetragen.

Uwe von Seltmann stellt sein Werk über den „Vater des jiddischen Liedes“ am Mittwoch, dem 14. November 2018, um 19 Uhr, in Weimar in der Eckermann Buchhandlung, Marktstraße 2, vor.

Uwe von Seltmann, geboren 1964 in Müsen, lebt seit 2007 als freier Publizist, Dokumentarfilmer und Rechercheur vor allem in Krakau. Er hat neun Bücher verfasst oder herausgegeben die sich vor allem mit den familiären, gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen der NS-Zeit auf die Gegenwart befassen.

Uwe von Seltmann

Uwe von Seltmann (Foto: Yura Drug)

Seine Lesung am 14. November in Weimar ist eine Kooperation der Eckermann Buchhandlung mit der Arbeitsgemeinschaft Kirche und Judentum in Thüringen im Rahmen der 26. Thüringer Tage der jüdisch-israelischen Kultur.

Bilder und Pressematerial hier.

„S’brent“ wurde von zahlreichen Künstlern interpretiert, so auch von Wolf Biermann. Hier die Fassung der norwegisch-jüdischen Sängerin Bente Kahan vom Album „Farewell Cracow“.

Den Antisemitismus ausgerottet – eine Lebenslüge der DDR

Bild: Jassir Arafat auf Freundschaftsbesuch bei Erich Honecker

Jassir Arafat auf Freundschaftsbesuch bei Erich Honecker, 1982, Foto: Bundesarchiv, 183-1982-0310-027, CC-BY-SA 3.0

Die ›Mär vom Antisemitismus in der DDR‹ überschrieb ein Historiker vor zehn Jahren seine Untersuchung. Tatsächlich war bei der Frage nach Antisemitismus in ihrer Republik die Mehrzahl der DDR-Bürger überzeugt: »Das hat’s bei uns nicht gegeben !« (so lautete der Titel einer heftig umstrittenen Ausstellung der Amadeu Antonio Stiftung, die 2007 erstmals diesen Mythos beleuchtete).

Im Rahmen einer Veranstaltung der 26. Thüringer Tage der jüdisch-israelischen Kultur zeigt Pfarrer i.R. Ricklef Münnich in seinem Vortrag „Den Antisemitismus 
mit Stumpf und Stiel ausgerottet
. Eine Lebenslüge der DDR“ am Montag, dem 12. November 2018, 19 Uhr, in der Erfurter Begegnungsstätte Kleine Synagoge, dass jüdische Lebensäußerungen in der DDR bis Mitte der 80er-Jahre behindert wurden. Außenpolitisch galt hingegen gegenüber dem Staat Israel ein strikter Antizionismus, der den jüdischen Staat als Handlanger des US-Imperialismus diffamierte, ja sogar dessen Vernichtung förderte.

SED-Politik und jüdische Gemeinden in den 1980er Jahren

Foto Kleine Auguststraße Nr. 10

Kleine Auguststraße Nr. 10 in Berlin-Mitte, 1979. Auf der Brandmauer ist der Abdruck der Synagoge zu erkennen, die bis zur Pogromnacht 1938 hier stand. Erst am 05. März 2006 wurde mit einer Gedenktafel an das Leben der Vereine Magen David und Ahawas Scholaum erinnert. Foto: Nicola Galliner

Am Dienstag, den 13. November lädt das Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“ die Historikerin und Rabbinerin Dr. Ulrike Offenberg nach Jena ein. Um 19 Uhr hält die gebürtige Ostberlinerin, die seit ihrer Ordination 2016 einer jüdischen Gemeinde in Hameln vorsteht, einen Vortrag im Stadtmuseum, Markt 7. Das Thema:

Politikwechsel oder Etikettenschwindel?
Die SED-Politik der achtziger Jahre in Bezug auf Erinnerungskultur und jüdische Gemeinden.
 

Der Eintritt ist frei.
Termin: Dienstag, 13. November 2018, 19.00 Uhr
Ort: Stadtmuseum Jena, Markt 7

Gedenken der Novemberpogrome vor 80 Jahren

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die Erfurter Synagoge am Kartäuserring 14 angezündet, der Brand aber nicht gelöscht.

Schaulustige vor der Synagoge Erfurt nach dem 9. November 1938

Schaulustige vor der Synagoge Erfurt nach dem 9. November 1938. Original: Stadtarchiv Erfurt

Nach vorhandenen namentlichen Listen 193 wurden Erfurter jüdische Bürger festgenommen, von denen 189 anschließend ins Konzentrationslager Buchenwald verbracht wurden.

Deckblatt der Gestapo-Listen

Deckblatt der Gestapo-Listen. Kopie: Stadtarchiv Erfurt

Aus Anlass des 80. Jahrestages der Novemberpogrome von 1938 findet am Freitag, dem 9. November 2018, um 10.00 Uhr, auf dem Jüdischen Friedhof Erfurt (Werner-Seelenbinder-Str. 3) eine Gedenkstunde statt. Dazu lädt die Jüdische Landesgemeinde Thüringen ein: „Die Mahnung an die Opfer des Novemberpogroms verbinden wir mit einem Appell für Mitmenschlichkeit und Toleranz.“

Bereits am Mittwoch, 7. November 2018, 19 Uhr, öffnet die Jüdische Landesgemeinde Thüringen ihr Kultur- und Bildungszentrum am Juri-Gagarin-Ring 21 für eine gemeinsame Gedenkveranstaltung mit der Arbeitsgemeinschaft Kirche und Judentum in Thüringen. Deren Sprecher, Pfarrer i.R. Ricklef Münnich, geht von gegenwärtigen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen aus und fragt, welche Bedeutung die verheerenden Pogrome vor 80 Jahren heute bekommen. Ausgangspunkt ist eine Feststellung, die der Philosoph Karl Jaspers 1949 getroffen hat: „Was die Geschichte überliefert, wird uns lebendig aus unserem eigenen Zeitalter“. Musikalisch wird das Gedenken begleitet von der Gruppe Misrach unter Leitung von Lutz Balzer. 

Die Veranstaltung, deren Eintritt frei ist, ist Teil der „Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus“ der Amadeu Antonio Stiftung, der größten Kampagne gegen Antisemitismus in Deutschland.

Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus“ der Amadeu Antonio Stiftung

Blickpunkt Jerusalem: „Hinauf nach Jerusalem. Die heilige Stadt im Neuen Testament“

Blickpunkt Jerusalem

Jerusalem ist wieder Thema. Nein, Jerusalem ist immer Thema!

Deshalb laden die Jüdische Landesgemeinde Thüringen und die Arbeitsgemeinschaft Kirche und Judentum zu einer Veranstaltungsreihe ein, die auch ein vertiefendes Gespräch ermöglichen sollen. Sie findet statt im Kultur- und Bildungszentrum der jüdischen Gemeinde, Juri-Gagarin-Ring 21 – gegenüber vom Hirschgarten gelegen.

Für den vierten und letzten Abend der Reihe am Mittwoch, dem 17. Oktober 2018, um 19 Uhr, kommt noch einmal die Bibel in den Blick:

„Hinauf nach Jerusalem.
Die heilige Stadt im Neuen Testament“

Pfarrer i.R. Ricklef Münnich: Die Bedeutung Jerusalems in der Bibel ist kaum zu überschätzen. In der jüdischen Bibel, unserem Alte Testament wird die Stadt 660mal erwähnt. Aber im Neuen Testament ist es nicht anders. Nur ein einziges Mal erzählen die Evangelien davon, dass Jesus weinte – im Angesicht Jerusalems. Beim Apostel Paulus erweist sich an der Jerusalemer Gemeinde die Wahrheit seines Evangeliums für die Völker. Und die christliche Bibel endet mit einem Blick auf ein neues Jerusalem, in dem Gott selbst seinen Thron zur Friedensherrschaft errichtet.

Blickpunkt Jerusalem: „Warum haben wir (fast) alle Aktien in Jerusalem?“

Blickpunkt Jerusalem


Jerusalem ist wieder Thema. Nein, Jerusalem ist immer Thema!

Deshalb laden die Jüdische Landesgemeinde Thüringen und die Arbeitsgemeinschaft Kirche und Judentum zu einer Reihe von Veranstaltungen ein, die auch ein vertiefendes Gespräch ermöglichen sollen. Sie finden statt im Kultur- und Bildungszentrum der jüdischen Gemeinde, Juri-Gagarin-Ring 21 – das ist am Hirschgarten gelegen.

Für den dritten Abend der Reihe am Mittwoch, dem 29. August 2018, um 19 Uhr, kommt eigens Besuch aus Jerusalem!

Georg Rössler lebt seit 1988 mit seiner Familie in Jerusalem. Er ist Gründer und ehrenamtlicher Ko-Direktor von „SOS-Gewalt/Zentrum für Friedenspädagogik in Israel“. Außerdem ist er Reiseveranstalter und Ko-Direktor von „SK-Tours in Nature“ sowie Begründer der Projekte „Fair Travel in Israel & Palästina“ und „Jerusalem-Weg“. Also kann man sagen: Jerusalem kennt er „wie seine Westentasche“.

Aber Georg Rössler selbst drückt es mit einem anderen Bild aus, das er auf uns alle bezieht; er fragt:
„Warum haben wir (fast) alle Aktien in Jerusalem?“
Warum haben wir (fast) alle Aktien in Jerusalem?

Georg Rössler geht den Fragen nach:

  • Warum gibt es in Israel/Palästina mehr Journalisten pro Quadratmeter als sonstwo auf der Welt?
  • Warum schaut die Welt gebannt wie das Kaninchen auf die Schlange auf die Stadt Jerusalem?
  • Warum führt die Ausführung des Beschlusses, die Botschaft der USA nach Jerusalem zu verlegen, zu internationalem Aufruhr?
  • Wie konnte es dazu kommen, dass sich eine kleine kanaanäische Siedlung zur bekanntesten Stadt der Welt entwickelt hat – bis hin zu einem himmlischen Jerusalem?
  • Warum haben wir (fast) alle ‚Aktien‘ an Jerusalem?

Mit einem Streifzug durch Bibel- und Zeitgeschichte wird Georg Rössler versuchen, diese Fragen für uns zu erhellen…

„Warum haben wir (fast) alle Aktien in Jerusalem?“

Mittwoch, 29. August 2018, 19 Uhr
Kultur- und Bildungszentrum
der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen
Juri-Gagarin-Ring 21, 99084 Erfurt
(Eintritt frei)

Ein Einladungsplakat können Sie hier zum Download erhalten.

Einen weiteren Veranstaltungstermin in der Reihe Blickpunkt Jerusalem gibt es noch:

  • 17. Oktober 2018: Ricklef Münnich (Erfurt), „Hinauf nach Jerusalem. Die heilige Stadt im Neuen Testament“