Der gelbe Stern. Die Erfurter Familien Cars und Cohn

der_gelbe_sternAm Montag, dem 9. November 2015, eröffnet um 19 Uhr in der Begegnungsstätte Kleine Synagoge, An der Stadtmünze 5 in Erfurt, die Ausstellung „Der Gelbe Stern. Die Erfurter Familien Cars und Cohn“. Sie ist Else, Max, Ruth und Hanne-Lore Cars sowie Martha, Max, Helmut, Rosemarie und Alfred Cohn gewidmet.

Diese Namen stehen exemplarisch für Millionen Schicksale in Europa. Trotz ähnlicher Voraussetzungen erlebten die Cars und die Cohns die Zeit des Nationalsozialismus unterschiedlich. Die Exposition in der Kleinen Synagoge stellt die Protagonisten vor und beleuchtet, anhand von Dokumenten, Fotografien und Erlebnisberichten, die beiden jüdischen Familiengeschichten.

Die Erfurter Familien Cars und Cohn ähnelten sich in ihrer Konstellation. Die Familienväter, Max Cars und Max Cohn, waren Juden und mit einer Nichtjüdin verheiratet. Die veränderte das Leben beider Familien dramatisch. Alle Familienmitglieder mussten die antijüdisch-rassistischen Schikanen erdulden, die nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler im Januar 1933 zur Staatsdoktrin wurden. Dennoch waren sie eine gewisse Zeit durch die nichtjüdische Ehefrau bzw. Mutter vor dem Schlimmsten geschützt. Gleichwohl: In beiden Familien waren es die Väter und die Kinder, die seit September 1941 den „Judenstern“ tragen mussten.

Die Ausstellung thematisiert ihre Schicksale. Außerdem lädt die Begegnungsstätte Kleine Synagoge zu einem umfangreichen Begleitprogramm ein. Dieses Programm können Sie zusammen mit einem Ausstellungsfaltblatt hier laden: Flyer_Familien Cars und Cohn.

Zur Ausstellung erscheint ferner die Publikation „‚… und sie trägt wieder keinen Stern.‘ Die Erfurter Familien Cars und Cohn“.

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