Gedenkkonzert 75 Jahre Deportation der Thüringer Juden

Vom 9. bis 11. Mai 1942 fanden die ersten Deportationen Thüringer Juden in Richtung Osten statt. Damals wurden rund 1.000 Menschen aus Thüringen und Sachsen verschleppt, nur wenige überlebten. Gestartet wurde ein Sammelzug in den frühen Morgenstunden in der Rhön. Gegen 11 Uhr erreichte der Transport Eisenach (Foto links) und fuhr nach Weimar weiter. Dort mussten die jüdischen Bürger eine Nacht in der Viehauktionshalle verbringen. Vorerst Endstation der Fahrt war ein Ghetto in Belzyce (Polen).

Aus Anlass der 75. Wiederkehr dieser Verschleppungen von Thüringerinnen und Thüringern in den Tod lädt der Jenaer Arbeitskreis Judentum am Sonnabend, dem 6. Mai 2017, um 16 Uhr, in die Jenaer Rathausdiele ein: Das Ensemble Majore aus Erfurt führt mit Sprecher und Puppenspiel eine konzertante Fassung der Oper des jüdischen Komponisten Viktor Ullmann „Der Kaiser von Atlantis oder die Todverweigerung“ auf.

Diese Oper entstand 1943 im KZ Theresienstadt. Die geplante Aufführung kam aber nie zustande. Viktor Ullmann (geboren 1898), sein Librettist Peter Kien und ein großer Teil des Theresienstädter Ensebmles wurden im Herbst 1944 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Dieses Plakat steht hier zum Download und zur Verteilung bereit.

 

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