Archiv der Kategorie: …und die anderen

Kunsthalle Erfurt: „Elena Kaufmann. Ein Jahr mit dem Stern“

Die ACHAVA Festspiele Thüringen präsentieren: 

„Elena Kaufmann. Ein Jahr mit dem Stern“
Fotografien

Kunsthalle Erfurt
19. Juli – 30. September 2018 

Seit 2012 lebt und arbeitet die in St. Petersburg aufgewachsene Fotografin Elena Kaufmann in Erfurt. Hier hat sie über einen längeren Zeitraum Menschen der jüdischen Gemeinde mit der Kamera begleitet, um sie zu porträtieren und Momente zwischen Heiligkeit und Alltäglichem einzufangen. Neben stimmungsvollen Situationsaufnahmen, deren menschliche Wärme und Nähe oftmals zeitlos wirkt, wandte sie sich den Menschen auch im Porträt zu und überzeugt gleichfalls hier mit ihrer feinsinnigen Beobachtungsgabe. Entstanden aus einer gemeinsamen Idee, fördern die ACHAVA Festspiele Thüringen eine Ausstellung und ein Buch, um das Projekt der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Fragt man, was den besonderen Wert dieser über Wochen und Monate kontinuierlich anwachsenden Serie ausmacht, dann findet man Antworten in der Geschichte der Fotografie und in der Intention der Fotografin, stets das Konkret-Menschliche im Fokus ihrer Arbeit zu halten, den persönlichen Ausdruck, die individuelle Erscheinung. Es geht ihr nicht vordergründig um visuelle Reize und gelungene Kompositionen. Sie spielen natürlich eine Rolle als Mittel zur Erreichung ihres zentralen Anliegens: das Menschliche und damit Verbindende in all den Szenen zu zeigen, die jüdisches Leben heute in einer kleinen Gemeinde und einer Stadt wie Erfurt charakterisieren.
Hier wird jüdisches Leben nicht einfach illustriert und dabei auf Allgemeinverständlichkeit des Gezeigten abgezielt, wie man es von einer üblichen fotografischen Reportage erwarten könnte. Nein, weit darüber hinaus gelingt hier das Sichtbarmachen fragiler zwischenmenschlicher Geflechte, subjektiver Gesten und Befindlichkeiten. Im Zentrum immer wieder der menschlich berührende Moment, der dem einen oder anderen Augenzeugen vielleicht entgangen ist, nicht jedoch der feinen Wahrnehmung der Fotografin, die sich dabei als eine Künstlerin ihres Fachs erweist. Zur Kunst wird beobachtendes Fotografieren, wenn das in der Wirklichkeit häufig nur vorübergehend und kontingent Erscheinende im Bild die Form eines Besonderen gewinnt, das unsere Aufmerksamkeit nachhaltig auf sich zieht und zugleich als etwas Charakteristisches, allgemein Gültiges begriffen werden kann. So bleibt es über die Erinnerung an das konkrete Ereignis hinaus für uns attraktiv und bedeutsam.
Bei Elena Kaufmann mündet das beobachtende Fotografieren immer wieder in eine Emphase des Menschlichen und Verbindenden, das zu erkennen sie in besonderer Weise begabt ist. Mit ihrer Arbeit zur Erfurter jüdischen Gemeinde reiht sie sich in eine Traditionslinie der Life-Fotografie ein, der verschiedene international agierende Fotografen vor über siebzig Jahren mit der Gründung von MAGNUM PHOTOS ein Credo verliehen.

Festival 70 Jahre Israel

Feiern, informieren, tanzen – vom 25. – 27. Mai 2018 beim Festival „70 Jahre Israel“
in Berlin.

Unter der Schirmherrschaft von Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble lädt die Deutsch-Israelische Gesellschaft zu drei Tagen voller Programm und Lebensfreude in die Station Berlin ein. Das Festival „70 Jahre Israel“ soll ein Beitrag sein, die Freundschaft zwischen Israel und Deutschland zu fördern und zu festigen. Umfangreiche Vorträge, Diskussionen und Präsentationen zeigen die Schönheit und Vielfalt Israels. Jede und jeder ist dazu eingeladen seinen Namen auf Hebräisch schreiben zu lernen, mediterrane Köstlichkeiten zu genießen, israelische und deutsche Filme zu schauen oder einfach zur Musik von MICAR zu feiern.

Der Eintritt ist frei.

Das Festival beginnt  am 25. Mai um 11:00 Uhr mit der festlichen Eröffnungsfeier, musikalisch begleitet von Startenor Björn Casapietra.

Mehr Informationen und Programm auf http://www.70-jahre-israel.digev.de/

Wann?
25. Mai 2018 ab 11 Uhr
26. Mai 2018 ab 12 Uhr
27. Mai 2018 ab 12 Uhr

Wo?
Station Berlin, Luckenwalder Straße 4-6, 10963 Berlin

Wir bitten um Ihre Anmeldung zur Eröffnungsfeier bis spätestens 23. Mai 2018.

Für Rückfragen stehen wir gern zur Verfügung.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Sämtliche Besucher werden Sicherheitsüberprüfungen unterzogen. Taschen, Rucksäcke und Handtaschen sowie Helme und Behältnisse aller Art sind verboten. Die Gäste werden ausdrücklich gebeten, auf deren Mitbringen zu verzichten, und sich ausschließlich auf wirklich notwendige Utensilien wie Handys, Schlüsselbund und Portemonnaies sowie Medikamente oder Kosmetika in Taschen bis zu einer maximalen Größe von DIN A4 zu beschränken. Die Einhaltung dieser Regeln und Hinweise sowie ein rechtzeitiges Eintreffen helfen dabei, den Einlass so zügig wie möglich zu organisieren.

Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Sie gegebenenfalls auf Aufnahmen zu sehen sind, die im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V. verwendet werden.

Reaktionen der Evangelischen Kirche im Rheinland

Kirchenrat Dr. Volker Haarmann, in der Evangelischen Kirche im Rheinland für den christlich-jüdischen Dialog zuständig, sandte der Arbeitsgemeinschaft Kirche und Judentum in Thüringen heute die folgende Reaktion auf die „Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft Kirche und Judentum in Thüringen“ (Ricklef Münnich) zu der EKiR Arbeitshilfe „70 Jahre Staat Israel. Ein Datum im christlichen Kalender? Gottesdienst-Arbeitshilfe“

Als Evangelische Kirche im Rheinland sind wir, soweit uns bekannt, die einzige Landeskirche, die ihre Gemeinden durch einen entsprechenden Aufruf in Form der vorliegenden Arbeitshilfe dazu ermuntert, das siebzig jährige Jubiläum der Staatsgründung Israels auch im Rahmen von Gottesdiensten zu feiern: „Die Feierlichkeiten zur 70 jährigen Staatsgründung Israels […] sind auch für uns in der Evangelischen Kirche im Rheinland ein Grund zur Mitfreude“, so Präses Rekowski im Vorwort zu der Arbeitshilfe. (S. 3) – Dies nun als „Beitrag zum Unfrieden zwischen Juden und Christen“ darzustellen, halten wir für unangemessen. Das Fragezeichen steht nicht, wie in der Stellungnahme aus der „AG Kirche und Judentum in Thüringen “ behauptet wird, „hinter der Gratulation“, sondern hinter der Frage, ob wir als Christinnen und Christen dieses Datum für unsere Gottesdienste wahrnehmen und bedenken sollten. Diese Frage wird im Essay von Dr. Rainer Stuhlmann bejaht (vgl. S. 4f).

Ja, die Arbeitshilfe mutet uns in der Tat zu, dass „in jedem Gebet“ neben der Freude auch das Leid in Israel und Palästina vor Gott gebracht wird. „Halte uns mit Israel und alle seine Bewohner zusammen / im Vertrauen auf dich, / und im Handeln nach deiner Weisung.“ (S. 12) Das muss man nicht als „griesgrämig“ und „zweifelnd“ abtun. Nahezu jeder Psalm der Bibel bringt Freude und Leid vor Gott.

Sich dieser Spannung auszusetzen, prägt auch den Text von Dr. Rainer Stuhlmann. Und das macht den Text einerseits so stark, aber eben im selben Moment auch angreifbar. Zitiert und kritisiert wird der Satz Rainer Stuhlmanns: „Die von den Vereinten Nationen beschlossene Teilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat hat zu einem grausamen Krieg geführt.“ (S. 5) – Wer vor diesem Satz aus § 4 aber auch § 2 gelesen hat, wird nicht mehr meinen können, Rainer Stuhlmann sähe nicht, dass es die arabischen Staaten waren, die Israel angegriffen haben. In § 2 schreibt Stuhlmann klar und eindeutig: Israel „ist der einzige Staat, dessen Gründung mit einer Kriegserklärung all seiner Nachbarstaaten beantwortet wurde. Bis heute sprechen ihm viele arabische und islamische Staaten sein Existenzrecht ab.“ (S. 4)

Ein letztes: Ja, Rainer Stuhlmann bezeichnet auch die mehr als zwanzig Prozent arabische Bevölkerung in Israel als „Palästinenser“. Und dies nicht, wie in der Stellungnahme der AG unterstellt wird, um dadurch den Erhalt des Staates Israel in Frage zu stellen, sondern weil dies dem Selbstverständnis dieser Bevölkerungsgruppe in Israel entspricht. – Prof. Yohanna Katanacho, den die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche auf einer gemeinsam geplanten Reise mit dem Vorstand des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden Nordrhein Ende dieser Woche in Israel getroffen hätte, legt hierauf großen Wert: Er ist, wie er sagt, stolzer israelischer Staatsbürger und Palästinenser. Das ist kein Widerspruch.

Für uns als rheinische Kirche ist es sehr bedauerlich, dass der Landesverband der Jüdischen Gemeinden heute unsere gemeinsame Reise abgesagt hat.

Volker Haarmann, EKiR Düsseldorf, 24.02.2018

Das von Dr. Haarmann zuletzt ausgesprochene Bedauern kommt in der am selben Tag von der EKiR herausgegebenen Pressemitteilung Nr. 72/2018 zum Ausdruck: „Reise nach Israel: Kirche bedauert Absage durch Jüdischen Landesverband“.

Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) Manfred Rekowski

Präses Manfred Rekowski erklärt dort: „Gerade weil wir in vielen konstruktiven Gesprächen mit unseren jüdischen Partnern festgestellt haben, dass wir bei historischen und politischen Fragen auch unterschiedlicher Meinung sind, haben wir gemeinsam diese Reise nach Israel geplant, um Gemeinsamkeiten in unseren Positionen noch besser wahrnehmen zu können, aber auch Unterschiede präziser zu beschreiben“.  „Umso mehr bedauere ich die Entscheidung des Vorstands des Landesverbandes. Gerne hätten wir auch die Reise mit dem Landesverband für das Gespräch über diese kontroversen Themen genutzt. Dort, wo sachliche Kritik an der Arbeitshilfe geübt wird, beschäftigen wir uns selbstverständlich damit.“

Folge der Arbeitshilfe: Absage gemeinsamer Israelreise

Der Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein K.d.ö.R. hat in einer Pressemitteilung heute die „Absage der gemeinsamen Reise der Evangelischen Kirche im Rheinland und des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein nach Israel“ erklärt:

Die geplante gemeinsame Reise der Evangelischen Kirche im Rheinland (EkiR) und des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein vom 26.-29. April nach Israel findet nicht statt. Der Vorstand des Landesverbandes hat sich einstimmig zu der Absage entschieden. Eine Delegation des Vorstands und der Geschäftsführung wird in dieser Zeit dennoch Israel besuchen.

Der Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein und die Evangelische Kirche im Rheinland arbeiten seit geraumer Zeit in einem konstruktiven Dialog zusammen. Das erklärte Ziel der Zusammenarbeit war und ist, den Dialog zwischen Christen und Juden in Deutschland zu verbessern sowie diesen zu einem besseren Verständnis für beide Seiten zu nutzen. Im Rahmen dieses Ziels entwickelte sich die Idee, eine gemeinsame Reise nach Israel zu unternehmen.

Hintergrund der nun kurzfristig erfolgten Absage ist ein Essay von Rainer Stuhlmann in der kürzlich veröffentlichten EKiR-Arbeitshilfe „70 Jahre Staat Israel. Ein Termin auch im christlichen Kalender?“. „Wir wissen es sehr zu schätzen, dass die Evangelische Kirche im Rheinland als einzige evangelische Landeskirche anlässlich des 70. Jubiläums des Staates Israel eine Arbeitshilfe herausgegeben hat. Wir sehen darin einen Beleg des langjährigen konstruktiven Dialogs miteinander“, so der Vorstandsvorsitzende des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein, Dr. Oded Horowitz. „Umso mehr hat uns der darin enthaltene Beitrag 70 Jahre Staat Israel – ein Datum im christlichen Kalender? bestürzt und traurig zurückgelassen. Die darin geäußerte Verunglimpfung des Staates Israel als brutale Besatzungsmacht und die Unterschlagung historischer Fakten sind für uns nicht hinnehmbar. Zur 70. Jubiläumsfeier der Gründung des Staates Israel auf die Lebenslage der palästinensischen Bevölkerung als direktes Resultat der Staatgründung Israels zu verweisen, stellt das Existenzrecht Israels in Frage und hinterlässt einen faden Beigeschmack antizionistischer Stereotype.

Dies führte zu einer Hinterfragung der Grundlage unserer gemeinsamen Unternehmung. Dass es sich um einen namentlich gekennzeichneten Beitrag und nicht um eine Grundlagenerklärung der Landeskirche handelt, hat mir Präses Manfred Rekowski in persönlichen Gesprächen versichert. Zur Aufrechterhaltung der gemeinsamen Reisepläne wäre für uns eine unmissverständliche Erklärung der Kirchenleitung bzw. Distanzierung zu dem Artikel notwendig gewesen, die genau dies ausdrückt. Nachdem hierzu kein Übereinkommen erzielt werden konnte, haben wir uns als Vorstand des Landesverbandes entschieden, die gemeinsame Reise nicht anzutreten. Wir stehen jedoch weiterhin für die regelmäßig stattfindenden Konsultationen mit der EKiR zur Verfügung und hoffen, den wichtigen und konstruktiv-kritischen Dialog in diesem sinnträchtigen Jubiläumsjahr zu einem gegebenen Zeitpunkt wieder aufnehmen zu können.“

Inzwischen sind die Planungen für eine eigene Israel-Reise des Landesverbandes anlässlich des Staatsjubiläums und als Zeichen der Solidarität mit Israel angelaufen.

Israelreise ACHAVA unterwegs „Vom alten zum neuen Migrantenland“

Die Vorbereitungen für die diesjährigen ACHAVA Festspiele laufen auf Hochtouren. Die Eröffnung ist am 31. August im alten Erfurter Heizwerk.

Die 3. ACHAVA Festspiele Thüringen bieten viele neue Entdeckungen und Spannendes. Darüber berichtet jetzt WELT.de in einem Sonderthema.
In der Gesamtauflage der morgigen „WELT am SONNTAG“ erscheint eine Sonderbeilage zum Festival. Also auf zum Zeitungskiosk!

Gedruckt oder online – hingewiesen wird stets auch auf das neue Reise-Projekt „ACHAVA unterwegs“. Noch sind einige Plätze frei bei der Israelreise »Vom alten zum neuen Migrantenland« vom 21.  – 29. November 2017.

Das 9-tägige Programm führt durch ganz Israel und zeigt auch Orte und Projekte abseits der üblichen Touristenpfade. Neben Besuchen unter anderem in Tel Aviv, Hebron, Jerusalem, dem Toten Meer und Haifa, steht die Begegnung mit Israelis und Palästinensern im Mittelpunkt, die sich für junge Menschen, für Wege zur Versöhnung und auch für Migranten engagieren.

Der „rote Faden“ dieser einzigartigen Israelreise: Nahezu die gesamte Bevölkerung Israels hat einen „Migrationshintergrund“ – sei es aufgrund der Verfolgungsgeschichte im 20. Jahrhundert, sei es in der Folge des Endes der Sowjetunion oder sei es als Flüchtling geschuldet den vergangenen Kriegen im Mittleren Osten und um die Staatsgründung Israels.

Ein Faltblatt mit allen wichtigen Informationen zu dieser einzigartigen Reise findet sich hier.

Yair Dalal: We-ahavta – „Und du liebst”

Yair Dalal
Yair Dalal (Foto: YouTube)

„Music strengthens the beauty that exists in human soul“ – Musik lässt die Schönheit der menschlichen Seele hervortreten. Sagt Yair Dalal.

Er ist israelischer Komponist und Musiker mit irakischen Wurzeln. Oud und Geige sind seine bevorzugten Instrumente, zu denen er auch singt.

In den letzten zehn Jahren hat Yair Dalal 14 Alben veröffentlicht, die israelische, jüdische sowie arabische Kulturen des Mittleren Ostens repräsentieren und verschmelzen. 2011 hat er „geistliche Musik von Sehnsucht und Liebe“ unter dem Titel ואהבת – we-ahavta: „Und du liebst“ – eingespielt.

An dieser Stelle mache ich auf dieses zauberhafte Album natürlich auch aufmerksam, weil es denselben Namen trägt wie meine Unternehmung von Israelreisen „ahavta – Begegnungen“.

Brückenbauer wollen beide sein. Doch Yair Dalal ist der Meister. Einen großen Teil seiner Zeit wirdmet er dem Versuch, Brücken des gegenseitigen Verstehens und der Kreativität zwischen verschiedenen Kulturen zu bauen, speziell zwischen Juden und Arabern. 1994 spielte und sang er mit je einem israelischen und einem palästinensischen Kinderchor „Zaman el Salaam“ bei der Verleihung des Friedensnobelpreises an den israelischen Premierminister Yitzhak Rabin, Außenminister Shimon Peres and und den Vorsitzenden der PLO, Jassir Arafat.

Die wirklich großartige Nachricht ist, dass Yair Dalal Teilnehmer und Musiker beim Yiddish Summer Weimar 2017 ist.

Er war dabei beim Eröffnungskonzert mit dem KADYA Jugendchor, einem bahnbrechenden neuen deutsch-israelischen Gemeinschaftsprojekt, am 15. Juli. Er spielte beim DozentInnenkonzert des Instrumentalworkshops, einem der alljährlichen Höhepunkte des Yiddish Summer, am 16. Juli. Auch beim Abschlusskonzert des Instrumentalmusik Workshop „The Other Israel“ am 22. Juli in Weimar nahm Yair Dalal teil.

Höhepunkt wird aber gewiss sein Konzert unter dem Titel „V’ahavta… – Und du sollst lieben…“ am 27. Juli, um 20 Uhr, in der Erfurter Alten Synagoge sein, das Yair Dalal gemeinsam mit Yagel Haroush bestreitet.

Die Ankündigung des Konzertabends sagt:
„In diesem Konzert treffen zwei der wichtigsten Protagonisten der israelischen Musikszene aufeinander. Yair Dalal, einer der bekanntesten Musiker Israels, setzt sich seit dem Beginn seiner Karriere für das musikalische Erbe der irakischen Juden ein. Yagel Haroush ein junger Sänger und Instrumentalist, der bereits im vergangenen Jahr das Publikum des YSW begeistert hat, steht für das marokkanisch-jüdische Erbe. Beide gemeinsam entfachen ein virtuoses Feuerwerk an spirituellen Melodien und Liedern, die von Sehnsucht und Liebe berichten.
Ein einmaliger Konzertabend, exklusiv für YSW goes Erfurt!“

„Zwischen Schtetl und Judería. Aschkenasische und sephardische Musik“

Vom 14. bis 16. Juni 2017 führt das Research Centre des Max-Weber-Kolleg Erfurt „Dynamik ritueller Praktiken im Judentum in pluralistischen Kontexten von der Antike bis zur Gegenwart“ an der Universität Erfurt eine Tagung zum Thema „Shared Ritual Practices and Divided Historiography: Media, Phenomena, Topoi“ durch.

Das Research Centre lädt im Rahmen dieser Tagung am Mittwoch, dem 14. Juni, um 19 Uhr, zu einem öffentlichen Konzert mit Vortrag in den Erfurter Rathausfestsaal ein:

Tehila Nini Goldstein & Jascha Nemtsov: „Zwischen Schtetl und Judería. Aschkenasische und sephardische Musik“

Tickets für 10 € bzw. 5 € für Studierende sind an der Abendkasse und in der Erfurt Tourist Information, Benediktsplatz 1, erhältlich.

Die Sopranistin Tehila Nini Goldstein ist mit internationalen Preisen ausgezeichnet. Erklingen wird ein Repertoire, das man sonst kaum zu hören bekommt: eine Auswahl aus dem Zyklus „Coplas sephardies“ von Alberto Hemsi, sowie Lieder der Komponisten der Neuen Jüdischen Schule. Es handelt sich dabei um anspruchsvolle Stücke für das Konzertrepertoire, die auf Elementen der sephardischen bzw. jiddischen Musikfolklore basieren und zum großen Teil noch nie in Deutschland aufgeführt wurden.

Begleitet wird Frau Goldstein von Jascha Nemtsov (Klavier). Prof. Nemtsov wird, im Konzert verteilt, einen Vortrag zum Thema „Alberto Hemsi (1898-1975) und die Entwicklung der jüdischen Kunstmusik im 20. Jahrhundert“ halten.

Alberto Hemsi (1898–1975) wurde in einer jüdischen Familie in Smyrna (heute: Izmir) in der Türkei geboren. Nach seinen Studien an der Société Musicale Israélite in Izmir und am Konservatorium in Mailand lebte er in Ägypten. Er beschäftigte sich mit der Musikfolklore verschiedener Völker des östlichen Mittelmeerraumes, in seinen Werken benutzte er Elemente arabischer, türkischer, armenischer und jüdischer Musik. Hemsi bemühte sich um eine Synthese traditioneller orientalischer Musik mit westlicher Kunstmusik. Er hatte Ende der 1920er Jahre in Alexandria den Musikverlag „Edition orientale de musique“ gegründet, in dem neben seinen eigenen Werken auch Kompositionen anderer in Ägypten lebender Autoren, darunter Jenö Takacs, erschienen.

Sein Lebenswerk ist die Sammlung aus 10 Heften „Coplas sefardies“ (1932–1973) mit 60 Kompositionen für Gesang und Klavier auf der Grundlage sephardischer Lieder, die Hemsi auf seinen ethnologischen Expeditionen in der Türkei (in Anatolien, Smyrna und Istanbul), auf der Insel Rhodos und in Saloniki gesammelt hatte. Diese 60 Stücke sind zwischen 1932 und 1973 in 10 Heften á 6 Stück erschienen. Er publizierte außerdem eine theoretische Abhandlung über „La Musique de la Torah“ (Alexandria 1929). In Deutschland ist dieser Komponist noch völlig unbekannt. Er war der erste, der sich künstlerisch mit der Musik sephardischer Juden beschäftigte.

Aufgeführt werden die in zwei Heften gesammelten Werke Hemsis mit insgesamt 12 Liedern aus dem Zyklus „Coplas Sephardies“. Das ist eine Erstaufführung, zumindest in Deutschland. Außerdem werden einige Werke von Komponisten der Neuen Jüdischen Schule erklingen, darunter Moshe Milner, Joseph Achron und Joel Engel, die auf Elementen jiddischer Folklore basieren. Schließlich wird Maurice Ravels Bearbeitung einer sephardischen Kaddisch-Melodie aufgeführt.

Tehila Nini Goldsteins musikalische Interessen reichen vom frühen Barock über Volksmusik bis hin zum zeitgenössischen Repertoire, sie wechselt gekonnt zwischen Oper, Lied und Kammermusik. Goldstein begann ihre Gesangsausbildung an der Universität in Tel Aviv und setzte sie in New York und Berlin fort. Sie gewann zahlreiche Preise, so zum Beispiel Les Jardin Voix 2008.

In den letzten Jahren war sie als Almirena (Rinaldo) in Prag, Caen, Luxemburg und Wien zu sehen, als Eupaforice (Montezuma) bei den Musikfestspielen Potsdam, als Creusa/Giunone (La Didone) mit dem Ensemble „Les Arts Florissant“, als Nerone (L’Incoronazione di Poppea) bei den Innsbrucker Festwochen, als Sinforosa (La Casa Disabitata) bei den Dresdner Musikfestspielen und in vielen anderen Inszenierungen. Als Doppelbesetzung von Cecilia Bartoli war sie in der Hauptrolle der Semele am Theater Wien engagiert.

Gegenwärtig ist sie an der Oper Halle in einem Stück der Komponistin Sarah Nemtsov zu sehen.

Vortrag: „Wir und die Anderen“

„Wir und die Anderen: Bezüge zu Nicht-Juden in mittelalterlichen jüdischen Gebetsbüchern“. Zu einem Vortrag unter diesem Titel begrüßt das Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien der Universität Erfurt den bekannten Judaisten Prof. Dr. Stefan Reif (Cambridge) am Dienstag, dem 6. Juni 2017, um 18 Uhr, in der „Kleinen Synagoge“.

Wie beziehen sich die Rituale von Juden und Christen aufeinander? Diese Frage, die sowohl der Geschichte als auch der Gegenwart gilt, beschäftigt die Forscher und Forscherinnen am Research Centre „Dynamik ritueller Praktiken im Judentum in pluralistischen Kontexten von der Antike bis zur Gegenwart“ der Universität Erfurt. Dabei steht auch immer die Frage im Raum, was die Juden in der Antike und im Mittelalter eigentlich über die Rituale der Christen wussten und umgekehrt. Kann man direkte Verbindungen zwischen jüdischen und christlichen Ritualen nachweisen? Beziehen sich Rituale vielleicht auch aufeinander, antworten auf die Rituale der jeweils anderen Tradition? Wie werden die jeweils „Anderen“ in den „eigenen“ Ritualen dargestellt?

Der Vortrag in englischer Sprache mit PowerPoint-Präsentation in deutscher Sprache, die die wesentlichen Erkenntnisse Stefan Reifs zusammenfasst, sowie die sich anschließende Diskussionsrunde versuchen auf diese Fragen eine Antwort zu geben.

Prof. Dr. Stefan Reif ist ein international ausgewiesener Spezialist für Judaistik, der vor allem für seine Forschungen zu jüdischer Liturgie und zu den Genizah Manuskripten bekannt geworden ist. Er lehrt und forscht in Cambridge, wo er bis zu seiner Emeritierung der Direktor der Taylor-Schechter Genizah Research Unit an der Cambridge University Library war. Zudem lehrte er als Gastprofessor an der Hebrew University in Jerusalem, der Tel Aviv University, der University of Pennsylvania sowie der George Washington University. Seine Veröffentlichungen, wie zum Beispiel „A Jewish Archive from Old Cairo“ (2000) oder „Jewish Prayer Texts from the Cairo Genizah“ (2015–2016) sind Standardwerke geworden.

 

ACHAVA unterwegs in Israel

ACHAVA  unterwegs

Ein Projekt der
ACHAVA Festspiele Thüringen

Israelreise
Vom alten zum neuen Migrantenland

21. bis 29. November 2017

Das Thema Zuwanderer und Flüchtlinge ist „Dauerbrenner“ in Deutschland. Da mag es helfen, einmal Abstand und einen ganz anderen Blick einzunehmen!
In Israel wollen wir uns daran erinnern, dass Abraham der erste Migrant war, die Israeliten aus Ägypten flüchteten sowie die Eltern von Jesus umgekehrt dorthin.

Vor allem werden wir entdecken, dass nahezu die gesamte Bevölkerung des Staates Israel einen „Migrationshintergrund“ hat. Im 20. Jahrhundert ist die Verfolgungsgeschichte der Juden in Europa ein Hauptgrund. Zuletzt kamen in den 90er Jahren mehr als eine Million Einwanderer aus der Sowjetunion. Doch auch Neueinwanderern (Falaschas) aus Äthiopien und „Illegale“ werden wir begegnen.
Nicht zu übersehen ist: Das Problem der palästinensischen Flüchtlinge wird als eines der Haupthindernisse in einem nahöstlichen Friedensprozess angesehen.

Ich verspreche Ihnen: Sie werden einerseits „aufgewühlter“, was den noch immer jungen Staat Israel angeht, aber auch „abgeklärter“, was unsere deutschen Probleme mit Zuwanderern betrifft, nach Hause zurückkehren.
Deshalb kommen Sie mit auf diese wirklich einmalige und besondere Reise nach Israel und in die palästinensischen Gebiete!
                                                                                                                                                        Ricklef Münnich

Reiseprogramm

1. Tag
Flug von Airport Frankfurt/Main zum Flughafen Ben Gurion Tel Aviv
LH 694  21NOV  FRA-TLV  1400-1910
Fahrt nach Betlehem
Übernachtung: St. Vincent Gästehaus Betlehem

2. Tag
Hebron: Abraham – der erste uns bekannte Immigrant
Besuch im Rehabilitationszentrum Lifegate in Beit Jala
Besuch der Geburtskirche in Betlehem
Besuch eines Flüchtlingslagers
Übernachtung: St. Vincent Gästehaus Betlehem

3. Tag
Treffen mit „Friends of Roots“, einem „unmöglichen Projekt“ mit Siedlern und Palästinensern
Gush Etzion Gegend – Geschichte der alten Besiedlung
Auf der Fahrt in den Negev Halt in Laqiya: Besuch eines beduinischen Frauenprojektes.
In der Genossenschaftssiedlung Netiv HaAsara begegnen wir Roni Kedar,  von „The Other Voice“. Netiv HaAsara ist ein Grenzdorf in unmittelbarer Nähe des Gazastreifens, die palästinensische Stadt Beit Lahiya liegt nur wenige hundert Meter entfernt. „The Other Voice“ setzt sich für eine Kooperation der israelischen Grenzdörfer mit der Bevölkerung des Gazastreifens ein.
Übernachtung: Ze’elim Kibbuz Gästehaus im Negev

4. Tag
Ein Avdat – kleine Wanderung im  Nationalpark.
Die Nabatäerstadt Avdat.
Fahrt zur Wüstenhochschule Sde Boker. Besuch des Grabes von David Ben Gurion, Staatsgründer und Visionär, mit Ausblick auf das mächtige Wadi Zinn.
Abends: Wir genießen die warmen Quellwasser im Hamam von Zeelim.
Übernachtung: Ze’elim Kibbuz Gästehaus im Negev

5. Tag
Fahrt nach Tel Aviv.
Mit der NGO am Zentralen Busbahnhof machen wir eine Tour durch die vorwiegend von legalen und illegalen Migranten besiedelte Gegend (in zwei Gruppen) und sprechen mit einem der Refugees.
Kurzer Gang durch die „weiße Stadt“ Tel Aviv als „migrantische Neugründung“.
Fahrt entlang der Küste nach Netanja.
Übernachtung Residence-Hotel Netanja

6. Tag
Besuch des Jugenddorfes Yemin Orde auf dem Karmelgebirge.
Ein Youth Aliyah Rescue Projekt, das ein Heim, eine Familie und eine Zukunft für mehr als 500 Kinder, die aus der ganzen Welt nach Israel eingewandert sind, bietet.
Fahrt durch Haifa mit Blick auf die Bahai-Gärten.
Fahrt in Richtung See Genezareth.
In Shaar HaGolan: Führung durch den Kibbuz.
Übernachtung im Kibbuz Shaar Hagolan

7. Tag
Fahrt auf den Berg der Seligpreisungen. Wanderung hinunter zum See Genezaret nach Tabgha. Dort Besuch der Kirche der Brotvermehrung.
Nach dem Mittagessen fahren wir entlang des Jordangrabens zum Toten Meer. Hier machen wir einen Badestopp. Weiterfahrt nach Jerusalem.
Übernachtung: GLORIA HOTEL am Jaffator der Jerusalemer Altstadt

8. Tag
Besichtigungen in der Altstadt Jerusalems.
Übernachtung: GLORIA HOTEL am Jaffator der Jerusalemer Altstadt

9. Tag
Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem.
Abschied und Transfer zum Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv. Rückflug:
LH 687  29NOV  TLV-FRA  1620-2000

Reisepreis
1.697 € pro Person im Doppelzimmer ab 20 Teilnehmern;
1.669 € pro Person im Doppelzimmer ab 25 Teilnehmern

Einzelzimmerzuschlag: 353 €

Option: Rail and Fly (Zug zum Flug) hin & rück 70 € p.P.

Leistungen

  • Flüge inkl. aller Steuern und Gebühren
  • 8 Übernachtungen mit Halbpension
  • Eintrittsgelder, Vorträge und Begegnungen nach Programm
  • deutschsprachige israelische Reiseleitung
  • klimatisierter Reisebus
  • Reisesicherungsschein
  • Informationsmaterial und Karte

Nicht im Reisepreis eingeschlossen:

  • Trinkgelder (6 € pro Person und Tag)
  • Mittagessen und Getränke
  • Persönliche Ausgaben

Programmänderungen z.B. aufgrund der Wetter- oder Sicherheitssituation vor Ort bleiben ausdrücklich vorbehalten.

Einreisebestimmung
Für die Einreise nach Israel benötigen deutsche Staatsbürger einen Reisepass, der bei Einreise noch 6 Monate gültig ist.

Veranstalter und Anmeldung
ahavta – Begegnungen GbR
Ricklef Münnich
Petristraße 1
99092 Erfurt
Telefon:   0361 785 22 93
E-Mail:     post@ahavta.com

Anmeldung im Internet:
Download Anmeldeblatt

ACHAVA unterwegs
ist ein Projekt der
ACHAVA Festspiele Thüringen
Schwanseestraße 33
99423 Weimar
Telefon: 03643 | 77 69 41
www.achava-festspiele.de

Projektleiter und Reisebegleitung
Ricklef Münnich
Telefon: 0177  691 40 45
E-Mail:   muennich@ahavta.com

Durchführendes Reisebüro
Ehrlich Reisen und Event GmbH
Schlossstraße 4
66117 Saarbrücken

Download
• Faltblatt zur Israelreise ACHAVA unterwegs
• Anmeldeblatt

„Wisse vor wem Du stehst!“

Haus der Erinnerung von Angela Breidbach
in der Kleinen Synagoge Erfurt

Vor dem Toraschrein der Kleinen Synagoge Erfurt ist am Montag, dem 21. September 2015 um 15 Uhr eine Installation der Hamburger Künstlerin Angela Breidbach an dem Ort zu erleben, für den sie geschaffen wurde.
Ausgangspunkt für Breidbachs „Haus der Erinnerung“ waren gefundene Objekte – zwei historische Badezimmerspiegel aus dem 1924 von Walter Gropius erbauten Haus Auerbach in Jena, die ihr 1995 von den neuen Besitzern des Hauses geschenkt wurden. Auf höchst metaphorische Weise bringt sie die beiden Spiegel nun in einen Ortsbezug zum Toraschrein, über dem in hebräischen Buchstaben die Worte „Wisse vor wem Du stehst“ geschrieben sind. Hier erinnern sie an die Mosaischen Gesetzestafeln und aktivieren die historischen Aufgaben des Schreins. Die Spiegel, in denen die Bilder der Auerbachs, so Breidbach, quasi weiter enthalten sind, werden so zu Tafeln des Andenkens an das vom NS-Regime verfolgte Jenaer jüdische Gelehrtenpaar Anna und Felix Auerbach. Der Betrachter kann das Haus virtuell betreten; vor den Spiegeln nimmt er symbolisch die verdrängte Perspektive der Täter ein, die sich löst, wenn er darin Texte entziffert, die spiegelschriftlich in einen Papiervorhang eingetragen wurden.

Zur Eröffnung am 21. September um 15 Uhr gibt Angela Breidbach eine Einführung in das Werk und liest Passagen aus Anna Auerbachs „Familienchronik 1850-1905“ (mit freundlicher Genehmigung des Leo Baeck Instituts New York). Gotthard Lemke, Jena, spielt Akkordeon.

Die künstlerische Installation wird begleitet von einer Dokumentation auf 11 Tafeln. Sie ist nach der Eröffnung bis zum 18. Oktober 2015 auf der Frauenempore der Kleinen Synagoge zu sehen. Die Ausstellung wurde realisiert mit freundlicher Unterstützung von JenaKultur und des Kirchenkreises Jena.

Angela15Dr. Angela Breidbach ist bildende Künstlerin und promovierte Kunsthistorikerin. Sie lebt und arbeitet in Hamburg, wo sie vier Jahre an der Hochschule der Bildenden Künste forschte. In ihrer Kunst und ihren Schriften hat sie sich umfassend mit Themen der Erinnerung beschäftigt. Zur Zeit lehrt sie Theorie am Institut für Philosophie und Kunstwissenschaft der Leuphana Universität Lüneburg und bildnerisches Gestalten an der Fachhochschule btk Berlin/Hamburg. Ihre Habilitationsschrift zum Schatten in der Kunst der Gegenwart ist im Druck.