„Schlaflos in Tel Aviv“ | Chaim Noll in Erfurt

Am 2. Mai 2017 (nach unserem bürgerlichen Kalender) begehen die Menschen im Staat Israel in diesem Jahr den Unabhängigkeitstag, den Jom Azma’ut. Einer der Israelis aber wird dann in Erfurt sein: Der Schriftsteller Chaim Noll liest abends ab 19.30 Uhr in der Begegnungsstätte Kleine Synagoge (An der Stadtmünze 4/5) aus seinem Erzählungsband „Schlaflos in Tel Aviv“.

„Schlaflos in Tel Aviv“ versammelt Erzählungen aus mehr als fünfundzwanzig Jahren, realistische und fantastische, über Begegnungen und Begebenheiten.

Chaim Noll erzählt u.a. von einem Schuljungen in Berlin, der versucht, sich Geld für eine Fahrkarte zu erbetteln, einem jungen Israeli, der das erste Mal nach Deutschland fliegt, dem Diebstahl eines Pelzmantels, der sich Jahrzehnte später als ein Segen erweist, einem Schriftsteller, der an seinem Verlag verzweifelt und überall schwarze Hunde sieht, einer alten Dame, die trotz der Verfolgung ihrer Familie in der Stalinzeit Kommunistin geblieben ist, dem Mord an einem Ikonenhändler aus Russland, der einen Antiquitätenhändler schwer erschüttert, einem ehemaligen Minister aus Afghanistan, dem im Exil kein Neuanfang zu gelingen scheint, und dessen Sohn, der vom Krieg gezeichnet ist.

Nolls klarer Blick auf die Menschen prägt diesen Band. Zugleich spiegelt sich in den Geschichten sein bewegtes Leben in der DDR, im West-Berlin der Achtziger- und frühen Neunzigerjahre und sein Leben in Israel heute.

Der Eintritt in die Kleine Synagoge ist frei. Der Abend ist eine Gemeinschaftveranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Kirche und Judentum in Thüringen mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Erfurt.

Ein Veranstaltungsplakat steht hier zum Download zur Verfügung.

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