Workshop „Fiktive Rituale“ am 12. Februar

Am Montag, dem 12. Februar 2018, findet von 10 bis 17 Uhr in der Kleinen Synagoge ein Workshop zum Thema „Fiktive Rituale? Zur Historizität des Tempelkults in Mischna und Tosefta“ statt.

In der Veranstaltung des Research Centre „Dynamik ritueller Praktiken im Judentum in pluralistischen Kontexten von der Antike bis zur Gegenwart“ am Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt werden zentrale Fragen thematisiert: Gehen Beschreibungen von antiken Ritualen immer auch auf real durchgeführte Rituale zurück? Kann man von ihnen also auf tatsächliche rituelle Handlungen schließen oder spiegelt sich in diesen Beschreibungen auch der individuelle und subjektive Blick der Autoren auf längst vergangenes Geschehen? In wie weit ist dieser Blick historisch vertrauenswürdig, was davon ist Realität, was Fiktion?

Als Referenten sind zwei Senior Fellows des Research Centre, Prof. Dr. Günter Stemberger (Wien) und Prof. Dr. Clemens Leonhard (Münster), sowie der zweite Sprecher des Research Centre, Prof. Dr. Jörg Rüpke (Erfurt) eingeladen. Prof. Stemberger ist zugleich im Ergebnis einer jüngst geschlossenen Kooperation zwischen dem Research Centre am Max-WeberKolleg und dem Netzwerk Jüdisches Leben Erfurt der erste „Judaist in Residence“ in der Kleinen Synagoge.

Der Workshop steht allen Interessierten offen. Das vollständige Programm steht zum Download bereit. Um Anmeldung bis 31. Januar bei Dr. Claudia Bergmann (claudia.bergmann@uni-erfurt.de) wird gebeten.

Die Arbeitsgemeinschaft Kirche und Judentum in Thüringen hat Prof. Dr. Günter Stemberger zudem gemeinsam mit der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen für einen Vortrag zur Bedeutung Jerusalems und des Jerusalemer Tempels für das rabbinische Judentum eingeladen. Dieser findet bei freiem Eintritt am Mittwoch, dem 21. Februar 2018, um 19 Uhr, im Erfurter Kultur- und Bildungszentrum der Landesgemeinde, Juri-Gagarin-Ring 21, statt.

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