Zelt der Begegnung

Im Gespräch mit Mose, Elia und Jesus

zu den Jüdisch-Christlichen Begegnungstagen Eisenach,
20. und 21. September 2019, 11 bis 17 Uhr

„Beseitigung“ des Gesprächs mit dem jüdischen Volk und des Lernens vom Judentum waren Ziele des kirchlichen „Entjudungsinstituts“ 1939 bis 1945. Dabei war doch Jesus selber in intensiver Auseinandersetzung mit der Tora! Die Evangelien berichten, er sei auf einem hohen Berg im Gespräch mit Mose, dem Geber der Tora, und mit Elia, dem prophetischen Künder, gewesen – so ausführlich, dass seine wartenden Schüler währenddessen einschliefen… 

Die Zeit des Schlafes im jüdisch-christlichen Verhältnis sollte nun drüber sein! Es wird Zeit für den Vorschlag von Petrus: „Hier ist für uns gut sein; wir wollen Zelte der Begegnung bauen!“

Warum ein Zelt? „…dass eure Nachkommen wissen, wie ich die Israeliten habe in Zelten wohnen lassen, als ich sie aus Ägyptenland führte,“ sagt Gott. Keine feste Wohnung im Gespräch zu haben bedeutet, keine eingemauerten Wahrheiten zu besitzen, sondern miteinander unterwegs zu sein. 

Am Ende der Bibel wird versprochen: „Siehe da, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein.“ Dorthin sind wir unterwegs. Im Zelt der Begegnung wollen wir von Mose, Elia und Jesus lernen. Damit die „Vergegnung“ früherer Zeiten ein Ende hat…

Im „Zelt der Begegnung“ soll der von Mose (Tora), Elia (Propheten) und Jesus (Evangelium) gemäß der biblischen Berichte (»Verklärung Jesu«) geführte Dialog erneuert werden – freilich mit den jahrhundertelangen Erfahrungen christlich-jüdischer Entfremdung sowie unter den Bedingungen der Gegenwart in einer der säkularisiertesten Gegenden Europas. 

Zu den Jüdisch-Christlichen Begegnungstagen Eisenach am 20. und 21. September 2019, jeweils zwischen 11 und 17 Uhr, im Zelt auf dem Lutherplatz mit dabei sind Rabbiner Andrew Aryeh Steiman (Frankfurt/Main) und Rabbiner Dr. Walter Rothschild (Berlin). Auf christlicher Seite wirken mit Prof. Dr. Peter von der Osten-Sacken (Berlin) und Pfarrer i.R. Ricklef Münnich (Erfurt).

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